Mastering Version des legendären Limiters (ohne Preamps) Das perfekte Gerät um richtig laut zu machen!
Manley Labs war von Anfang an stark im Masteringbereich rund um den Globus involviert, es wurden zahllose Custom Lösungen für anspruchsvollsten Engineers der Industrie gebaut. Repro-Head-Amps in Vollröhrentechnik, digitale Wandler, Röhrenendstufen für Mastering Monitore, bis hin zu den berühmten Manley Custom Mastering Konsolen und allen Detaillösungen drumherum.
Die Mastering Version des SLAM! unterscheided sich in einigen Punkten von der regulären Version:
1) Keine Mic Preamps - die brauchen Sie im Masteringstudio auch aller Voraussicht nach nicht. Aus den MicPre und Input Select Schaltern werden dezidierte "MODE" Schalter für jeweils ELOP und FET Limiter.
2) Gesteppte und wiederherstellbare 0,5dB Schalter mit 1% Metallfilmwiderständen aufgebaut, sowie goldkontaktierten geschlossenen Grayhill Schaltern.
3) Der ELOP Limiter bekommt mehr Ratios: 10:1 / 5:1 / 3:1 / 2:1 und eine Neuigkeit namens AutoHF (startet bei 1.5:1 Ratio und steigert sich zu den Höhen bis hin zu 10:1!), dies wirkt ähnlich einem De-Esser und kann selbstverständlich für einen etwas stärkeren Effekt noch mit dem ELOP SC Schalter bei 200Hz kombiniert werden.
4) Auch der FET Limiter bekommt neue Modi: 50%, NORM, LP Lim, BOTH und CLIP. Der 50% Modus mischt das unbearbeitet Signal hinzu und ermöglicht so ohne größeres patchen oder zusätzliche Geräte Parallel Kompression im Masteringprozess. Der LP Lim Modus reduziert die mögliche Gainreduction im hochfrequenten Bereich, wodurch eine zu starke Beschneidung der Höhen bei "heißen" Signalen und stärkerer Kompression verhindert wird. Weniger Verzerrungen, klarere Höhen und ein weniger "bearbeitet" klingendes Signal! Der CLIP Modus erzeugt eine Clipper Funktion mit fixem Threshold bei ca. -2dB FS oder +18dBv am XLR Out. In normalen Bereichen fängt der CLIP Modus alle Signale über +18dBv ab und erreicht dies in 97% aller Zeit äußerst kontrolliert, mit schneller Release und hörbar besser als ein Wandler dies tun würde. Der BOTH Modus kombiniert nun gleichzeitig LP Lim und CLIP Modus, hier kann auch bei aggressiverem Material eine extreme Lautheit erzeugt werden, die nicht auf Kosten der Höhen geht.
5) Der linke, blaue "LEFT/LIMIT" Knopf wird zum Master Stereo Limit Bypass, ist er ausgeschaltet hat der SLAM! einen true hard-wire Bypass, der natürlich in der Standardversion mit MicPres nicht möglich war.
6) Der rückseitige Schalter für die Phantomspeisung wird zum Anwahlschalter für die unsymmetrischen Klinken I/Os in der Mastering Version.
7) Es gibt keine Potis mehr auf der Frontplatte des Mastering SLAM! Alle Knöpfe sind als hochwertige Drehschalter ausgeführt, meist in 1dB Schritten, wo sinnvoll auch in 0,5dB oder 2dB Schritten, so wie man es erwartet.
Die Mastering Version eignet sich hervorragend für Stereomaterial und ist deutlich schneller und unkritischer einzustellen in der R/L-Balance und die neuen Modi sind manchmal subtil aber äußerst hilfreich. Eine ziemliche Allzweckwaffe fürs Mastering!
Der ELOP LIMITER, ist ein Manley Klassiker und äußerst beliebt für Vocal Aufnahmen, hier wird er allerdings verfeinert mit der erwähnten Sidechain Schaltung, die ihn für jegliche Instrumente sowie Busse und den gesamten Mix prädestiniert. Eins der beliebtesten Features des ELOP ist die intuitive Bedienung mit nur zwei Reglern, welche in der Hektik einer Recording-Session schnell perfekte Ergebnisse liefert. Die Implementation ist wie in der Voxbox, der Limiter bearbeitet das Mic-Signal bevor es eine aktive Stufe erreicht, ist "LINE" angewählt verschiebt sich der Limiter in die Line-Stage. Der ELOP Sidechain bietet verschiedene HP-Filter zur Anwahl, das 200Hz Setting ist dabei für Stimmenanwendungen optimiert und ergänzt um einen Hauch De-Essing, sehr praktisch!
Der FET LIMITER ist ein neu entwickelter FET (Feld-Effekt-Transistor) basierter Brickwall Limiter der eine große Bandbreite von sauberem, fast unhörbarem Limiting bis hin zum leichten Anschmutzen des Signals wie es einige gesuchte Klassiker tun bietet. Die FET RELEASE Control erlaubt dabei verschiedenste Färbungen einzustellen. Der Klang des Limiters war immer der ausschlaggebende Faktor bei der Entwicklung, so wurde viel mit der Schaltung experimentiert um einen möglichst breiten "nutzvollen" Bereich an Dynamikkontrolle abzudecken. So ist es besipielsweise möglich einen schnellen Brickwall-Limiter mit langsamerer Releasezeit einzustellen, um die entstehenden Artefakte auf ein Minimum zu reduzieren, oder aber schnellere Releasezeiten zu wählen um mehr Crunch und deutlich erhöhte Lautheit zu ermöglichen. Der Attack Regler ist ebenso ungewöhnlich, er bietet ähnliche Eingriffe wie seine historischen Vorbilder behält dabei aber die "Nichts-geht-durch" Funktionalität eines echten Brickwall Limiters. Und er ist punchy! Dabei optimiert der SLAM! mühelos alle Level vor dem Wandler in jeder erdenkbaren Färbung, satt, warm, bis hin zu grenzwertig laut oder einfach nur clean und sicher vor Übersteuerungen. Besonders praktisch ist dabei beide Limiter Schaltungen gleichzeitig zu benutzen und jede mit individuellem Metering, anteilig und nach gewünschtem Effekt hinzuzumischen. Jeder Limiter hat dabei seinen ganz eigenen Charakter und die Kombination aus beiden Werkzeugen ergibt ein erstklassiges Gerät für jede Anwendung.
Das Metering des SLAM! ist außergewöhnlich. Zwei große VU Meter zeigen wahlweise den Eingangspegel, den finalen Ausganspegel oder den Gain-Reduction Wert des ELOP Limiters im klassischen Format. VUs sind cool, aber die meisten Mastering-Ingenieure benötigen bereits schaltbare pads vor ihren VUs, damit die Nadeln sich nicht im roten Bereich verbiegen, der 0, -3dB, -6dB Schalter in erledigt das im SLAM! bereits fest eingebaut. Daneben gibt es aber auch die extrem schnellen und äußerst präzise arbeitenden Peak-Meter, ausgeführt mit multi-color LEDs, die wahlweise Inputlevel, Outputlevel oder FET-Gain-Reduction anzeigen. Einstellbar sind Peak, Peak Hold timed und Peak Hold bis zum Reset, zudem kann die Kalibrierung der Farben verändert und an andere Geräte angepasst werden. Mit den maximalen cleanen I/O-Pegeln des Manley SLAM! von +30dBu werden sie diese Meter vermutlich nutzen um herauszufinden wo es clipped in der Kette, wir vermuten mal die Manley Röhrenstufe im SLAM! wird es nicht sein!
Die Rückseite ist großzügig bestückt, hier finden sich neben dem großen Connector für den externen Powersupply alle üblichen Anschlüsse. XLRs für die trafo-symmetrierten Ein-/Ausgänge, sowie Klinken für die unsymmetrische Verkabelung. Acht Bantam Stecker sind zuständig für alle Sidechain-Inserts und Link-Funktionen, hier können beispielsweise EQs in den ELOP oder FET Limiter insertiert werden, oder aber auch ein fremdes Signal dem Sidechain zugeführt werden. Ebenso wurde an Linking Funktionalität für 5.1 Surround gedacht, wenn Sie 3 oder 4 SLAM!s zusammen benutzen.
Apropos Linking: Bisher mussten bei allen Manley Geräten beide Kanäle auf beinahe identische Settings eingestellt werden, anstatt wie sonst öfter üblich nur die linke Regler Seite einzustellen, der SLAM! macht nun beides möglich. Im "Stereo Link" Modus wird erwähnt die linke Reglerseite zur Einstellung benutzt, aber wie üblich wird hierbei ein Monomix für das Sidechain Signal benutzt. Im "BOTH & EXT" Modus werden die rückseitigen Link Buchsen zusätzlich aktiviert, so dass hier nun auch mehrere Geräte für Surround verlinkt werden können, hierbei sollten im Stereo Betrieb dann auch beide kanäle weitgehend identisch eingestellt sein. Dieser Modus ist beispielsweise für Mastering Aufgaben meist besser geeignet, weil er auf echte Peak-Level in den Kanälen reagiert, anstatt auf einen artifiziellen Monomix.
Das Netzteil ist selbstverständlich ausgelagert und wird durch einen hinterleuchteten Schalter zum Leben erweckt, so bleiben zusätzliche Hitze oder magnetische Einstreuungen außerhalb des eigentlichen Gerätes und weit weg vom Audiopfad. Das stabile Aluminium Gehäuse des Netzteils lässt sich problemlos am Boden der meisten Racks positionieren und wird per 16Pin-Connector über ein ca.1,80m Kabel mit dem SLAM! verbunden.
Features and Specifications
Input Tubes: 2 x 12AT7A NOS GE specially selected by Manley Labs for lo-noise and stable bias Output Tubes: 2 x 6414W NOS USA dual triodes I/O: MANLEY transformer coupled Balanced Inputs and Outputs Gain: 20dB max Limiter Gain Input Impedance: FET Limiter: Attack: approx. 100μS; Release: 10mS to 2Sec; Ratio: better than 20:1 ELOP Limiter: Attack: approx. 10mS for 6dB GR; Release: 2.5 Sec; Ratio: 10:1 Frequency Response: 5Hz to 60KHz Maximum Output: +32dBm, +30dBm (into 1KΩ load) THD+N: <.05% @ 1KHz Dynamic Range: 115dB typical Output Impedance: 200Ω Power Consumption Slam! Analog: 0.480 Amps (480 milliamps = 480mA) @ 120V = 57.6 Watts 0.240 Amps (240 milliamps = 240mA) @ 240V = 57.6 Watts Outboard Power Supply: factory set for 100V, 120V or 220-240VAC operation for original destination country's mains voltage. Operating Mains Voltage: changeable with power transformer re-wiring via switch and fuse value change. Mains Voltage Frequency: 50~ 60Hz Size: 19” X 12” X 3.5” (occupies 2u)
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Downloads:
Manley SLAM! Manual (368,41 KB)
Manley SLAM! Mastering ANHANG (33,60 KB)
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